Es müssen nicht immer ferne Länder oder exotische Orte sein. Wetten? 😉
Du kannst um die Ecke was erleben und reich an Erfahrungen werden, wenn du nur ein bisschen genauer hin schaust. Klar lieben wir alle diese atemberaubenden Bilder von unberührter Natur, wilden Naturschauspielen und Bloggern in einsamer Wildniss. Gerade auf Instagram wird unser Fernweh geweckt, doch wenn wir auf unser Konto blicken werden wir wieder in die Realität zurück geholt. Klar geht es auch günstig oder gar kostenlos, da brechen coole Leute ohne Geld und Plan einfach auf und erleben die tollsten Abenteuer. Aber sind wir mal ehrlich, nicht jeder von uns ist so mutig und unerschrocken. Selbst hätten wir die Kohle um unser vermeitliches Abenteuer zu starten, so fehlt uns dann doch das aller wichtigste. Der Blick für das wirklich Wichtige. Stell dir vor du musst dir um das Thema Geld schonmal keine machen. Also brichst du auf in dein persönliches Abenteuer. welcher Typ wärst du denn? Der der alles vorweg plant, die Reiseroute und alle Zwischenstops, schonmal den Blick in Google Street View riskierst und lieber mit doppeltem Boden verreist als dass du auch nur die kleinste Kleinigkeit verpasst? Oder wärst du eher der Spontane, der es einfach auf sich zukommen lässt?
Ich bin so und so schon verreist. Für mich ist eher die spontane Reise das richtige. Ich mage es mich überraschen zu lassen und vor Ort zu erkunden was es alles zu entdecken gibt. Klar plane ich größere Dinge wie z.B. die Unterkunft schon im vorraus.
Vor 2 Jahren bin ich dann mal ohne all das verreist, die grobe Richtung im Kopf , 150€ in der Tasche, ein zuverlässiges Auto sowie der richtigen Einstellung. Tatsächlich habe ich mir Sonntag Abend überlegt dass ich Montags fahre und zwar mitten im November, allein. Ich wollte zwar innerhalb Deutschlands bleiben aber hatte überhaupt keinen Plan, keine Unterkunft, kein Ticket und nur das nötigste Gepäck. Familie drauf vorbereitet, spontanen Urlaub genommen und morgens ins Auto geschwungen. Ich bin einfach drauf los in Richtung Norden, bin überall raus gefahren wo es interessant aus sah, habe zum ersten Mal die „braunen Schilder“ beachtet und habe Schlösser, Sehenswürdigkeiten und Seen besucht. Am Nachmittag per AirBNB eine Unterkunft gesucht und am Abend dort eingetroffen. Ich habe nicht auf die Zeit geachtet, hatte mein mobiles Internet aus gestellt und habe einfach das gemacht worauf ich Lust hatte. Das war spannend und ich habe gemerkt dass ich gar nicht allein gereist war… ich hatte ja mich 🙂 Das war eine schöne Erkenntnis. Ich habe viele unterschiedliche Leute getroffen, davon sogar einen sehr wertvollen Menschen, der mit viel mit auf den Weg geben konnte und mich sehr beeindruckt hat. Es waren 5 Tage, jeden Tag und jede Nacht an einem anderen Ort. Wohin es mich am nächsten Tag verschlägt ließ ich einfach auf mich zukommen. Am Ende war ich froh wieder zu Hause zu sein aber auch glücklich diese Reise gemacht zu haben.
Seit dem schaue ich genauer hin, entdecke Orte und Leidenschaften sowie neue Eigenschaften. Es ist alles so viel spannender und ich schaffe es häufiger dem Alltags-Trott zu entkommen.
Fortsetzung folgt…

